26. April: Energieversorgung Dortmund: Weiter wie gehabt, oder in Zukunft ökologisch und sozial?

aus LiBuDo, der freien Wissensdatenbank

Bündnis DEW kommunal lädt am Montag, den 26. April, um 18.30 Uhr in das Wichernhaus ein:

Energieversorgung Dortmund: alles beim alten, oder in Zukunft ökologisch und sozial?

OB-Kandidaten stellen sich derDiskussion

Aus allen Teilen der Republik kommen Meldungen, dass Städte und Gemeinden auslaufende Konzessionsverträge zum Anlass nehmen, die Strom- und Wasserversorgung wieder in eigene, kommunale Hände zu nehmen. Mal steckt dahinter eine Bürgerinitiative, mal ein einzelner Bürgermeister, mal gleich eine ganze Gruppe von Ortsvorstehern, die die Nase vom Geschäftsgebahren der vier Energiegiganten RWE, E.on & Co gestrichen voll haben. Auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft geht man mit Kommunalisierungsabsichten schwanger: nach Bergkamen jetzt auch diverse Gemeinden im Sauerland wie auch im Münsterland. Zum Teil sind sie sogar dabei, erstmals in ihrer Geschichte eigene Stadtwerke aufzubauen.

Nur Dortmund tut weiterhin so, als sei die Stromwelt hier völlig in Ordnung. Man sei mit den RWE bislang gut gefahren, so die Herren vom örtlichen Versorger DEW21. Wir fragen: Inwiefern? Mit 75 % ist der Stromanteil aus fossiler und Atomenergie und die daraus resultierende Umweltbelastung nach wie vor gewaltig. Gerade mal 5 Prozent des hiesigen Strombedarfs werden aus erneuerbaren Energien in Dortmund erzeugt. „Damit belegt Dortmund in der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien in Deutschland einen Platz im Mittelfeld.“ (aus dem Vortragsmanuskript von ENERKO bei der Auftaktveranstaltung im Rathaus am 26.10.2009)

Das Bündnis „DEW kommunal“ setzt sich dafür ein, dass die Stromehe mit dem Energiemulti RWE spätestens mit Auslaufen des DEW-Gesellschaftsvertrags Ende des Jahres 2014 aufgelöst wird. Denn dieser Konzern betreibt eine Geschäftspolitik auf Kosten von Menschen, Klima und Umwelt, allein dem Profit hinterherjagend. Mit ihm ist die auch in Dortmund dringend notwendige Energie- und Klimawende nicht zu machen.

Rat und Verwaltung werden bereits in den nächsten zwei, drei Jahren die entscheidenden Weichenstellungen dafür treffen, wie es mit der Energieversorgung Dortmunds nach 2014 weitergeht. Unser Motto dafür heißt kurz und knapp: demokratisch statt privat! Weil über die Energie- und Wasserversorgung in kommunaler Selbstverwaltung entschieden werden soll, und nicht an der Börse!

Wir fragen die OB-Kandidaten am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe nach ihren diesbezüglichen Absichten. Alle energie- und umweltpolitisch Interessierten sind herzlich zu dieser mittlerweile vierten Veranstaltung des Bündnisses eingeladen.


Auf dem Podium:

Mario Krüger, OB-Kandidat der Grünen
Ullrich Sierau, OB-Kandidat der SPD
Helmut Manz, OB-Kandidat der Partei Die Linke

Moderation: Rainer Stücker, Mieterverein Dortmund