3. März: "Friedensmarsch zum Gedenken an Hiroshima"

aus LiBuDo, der freien Wissensdatenbank

Das Dortmunder Friedensforum informiert und lädt ein:


Friedensmarsch für Hiroshima

Am 6. August 2009 um 8.15 Uhr, dem Tag und der Uhrzeit, an dem 1945 die erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen wurde, startete ein einjähriger Friedensmarsch auf der Insel Sylt. Auf der Fahne, die die Friedensaktivist/innen quer durch Deutschland bis zur Zugsspitze tragen, steht in Deutsch und Japanisch:" Friedensmarsch zum Gedenken an Hiroshima, 1945 - 2010, für eine Welt ohne Atomwaffen."

Bei den Zwischenstationen von Nord nach Süd werden Unterschriften unter einen Apell mit dieser Forderung gesammelt. Diese Sammlung ist Teil einer weltweiten Aktion. Die Unterschriften sollen am 2. Mai in New York bei der Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages übergeben werden.

Der Friedensmarsch führt im März durch das Ruhrgebiet. In zahlreichen Städten werden die Friedensmarschierer und Marschiererinnen von den Bürgermeistern oder ihren Stellvertretern begrüßt, so in Kamen, Unna, Castrop-Rauxel, Bochum, Wattescheid, Gelsenkirchen, Oberhausen, Moers und Krefeld.


Das Dortmunder Friedensforum wird die Hiroshima-Marschierer um 10.30 Uhr am Rathaus begrüßen und dann einen Infostand mit der Unterschriftensammlung am Platz von Hiroshima duchführen.


Aufruf an die 2010 stattfindende Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag:

Appell für eine von Kernwaffen befreite Welt

Der Frieden der Welt und ihre Sicherheit sind heute, im 21. Jahrhundert, immer noch bedroht von 26.000 Atomwaffen.

Wie uns die Tragödien von Hiroshima und Nagasaki zeigen, vernichten nukleare Waffen in wenigen Augenblicken unzählige Menschenleben, foltern künftige Generationen und zerstören ganze Zivilisationen.

Die „Hibakusha“ – die Überlebenden des Einsatzes von Atomwaffen – werden nicht müde, darauf hinzuweisen, dass es keine Koexistenz von Menschen und nuklearen Waffen geben kann. Wir dürfen niemals wieder zulassen, dass Menschen Opfer dieser Waffen werden!

Um des Überlebens der Menschheit willen und für die Zukunft unserer Kinder: Laßt uns durch unsere solidarischen Aktionen eine Welt schaffen, die von den Kernwaffen befreit ist.

Angesichts der 2010 stattfindenden Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags rufen wir die Nuklearmächte auf, mit dem „aufrichtigen Bemühen“ vom Mai 2000 Ernst zu machen und ihre eigenen Nuklearwaffen zu vernichten.

Wir rufen alle Nuklearmächte und alle anderen Regierungen auf, Verhandlungen aufzunehmen und abzuschließen, die in einem Vertrag münden, durch den Nuklearwaffen ohne Verzögerungen verboten und vernichtet werden.

Dieser Aufruf wurde am 6. August 2008 in Hiroshima auf einer Versammlung von Vertretern von Friedensbewegungen aus aller Welt verabschiedet. Die Sammlung von Unterschriften wird gegenwärtig rund um den Globus mit dem Ziel durchgeführt, sie zu Beginn der Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag zu überreichen, die zum 3. Mai 2010 in New York einberufen wird.

'Persönliche Werkzeuge