30. April: Demonstration gegen geplanten und genehmigten Aufzug von Neonazis
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Pressemitteilung
An die Dortmunder Lokalredaktionen
Dortmund, 29. April 2010
Bündnis „Dortmund stellt sich quer!“ ruft zur Demonstration gegen Naziaufmarsch am 30.04. auf
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Ihnen bereits bekannt ist, wollen die neofaschistischen „Autonomen Nationalisten“ am Freitag,
den 30. April, wiederholt in Dortmund aufmarschieren. Sie mobilisieren nach derzeitigem Stand
unter dem demagogischen Motto „Arbeitsplätze und gerechte Löhne für alle Deutschen“ für 18:30
Uhr zum örtlichen Hauptbahnhof.
Das Bündnis „Dortmund stellt sich quer!“ ruft daher gemeinsam mit dem „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ zur Verhinderung des Naziaufmarsches und entschlossenen antifaschistischen Protesten auf. Zu diesem Zeck wurde eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto „Gegen Faschismus, Sozialabbau und Krieg!“ bei der Dortmund Polizei angemeldet und bereits genehmigt.
„Wir werden nicht zulassen, dass die Neonazis ungestört durch Dortmund marschieren!“, so Peter Neuhaus, Sprecher des Bündnisses „Dortmund stellt sich quer!“.
Das Bündnis organisiert auch die vorgesehenen Blockaden und Demonstrationen gegen den
geplanten „Nationalen Antikriegstag“ der Neonazis am 4. September 2010 in Dortmund. Der
Aufruf, sich den Nazis nach dem Vorbild Dresden in den Weg zu stellen, wird unter anderem vom
Liedermacher Konstantin Wecker, dem Bundesjugendsekretär der Dienstleistungsgewerkschaft
ver.di, Ringo Bischoff, und verschiedenen Landtags- und Bundestagsabgeordneten unterstützt. Die
komplette Liste der bisherigen Unterzeichner finden Sie unter:
http://dortmundquer.blogsport.de/aufruf2010
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Peter Neuhaus,
Sprecher „Bündnis Dortmund stellt sich quer!“
Aktuelle Informationen: http://dortmundquer.blogsport.de/
Demonstration „Dortmund stellt sich quer!“: „Gegen Faschismus, Sozialabbau und Krieg“
Freitag, 30. April, 17 Uhr, Katharinentor (gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof)
Ein biederer, aber hoher Feuerwehrmann und SPD-Mitglied outet sich
Wolfgang Richter schreibt dazu an die Lokalmedien:
Der frühere Chef der Feuerwehr und heutige Leiter einer "Forschungsstelle" für Sicherheitsfragen benutzte eine Provokation von Neonazis am Vorabend des 1. Mai, um sich zu enttarnen. SPD-Mitglied Klaus Schäfer zeigte sich begeistert den Reden applaudierend und ließ sich gerne in der schwarzen Kluft der gewalttätigen Autonomen Kameradschaften fotografieren.
Der Mann wurde sofort vom Dienst suspendiert, die SPD verkündete seinen alsbaldigen Ausschluss, die Feuerwehr distanzierte sich schnell.
Also alles in Ordnung? Es bleiben viele Fragen: In welchem Betriebsklima oben in der Feuerwehr und mitten in der SPD konnte er offenbar lange "unerkannt" bleiben? Wie viele "Kameraden" hatte er im Dienst? Welche Kontakte pflegte er dienstlich? Welche Forschungen betreibt so einer in einem städtischen Institut? Warum enttarnte er sich jetzt?
Ein politischer Skandal zum 1. Mai - Stadtverwaltung, Staatsschutz und SPD werden Antworten finden müssen. Hoffentlich verdecken die nicht mehr als sie aufdecken!
Wolfgang Richter
Linkes Bündnis Dortmund - Parteilose Linke, DKP und SDAJ
